Bei den US-Midterms 2026 haben die Demokraten einen deutlichen Sieg errungen und die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses (Senat und Repräsentantenhaus) zurückerobert. Für die Republikaner von US-Präsident Donald Trump bedeuten die Zwischenwahlen zwei Jahre nach seinem Amtsantritt eine schwere Wahlniederlage.
Als ein Hauptgrund für das schwache Abschneiden der Republikaner gilt der Krieg im Iran. Da die Auszählungen in einigen extrem knappen Wahlbezirken noch andauern, stehen die endgültigen Endergebnisse in allen Einzelrennen noch nicht vollständig fest. Die vorläufigen Mehrheitsverhältnisse stellen sich laut Medienberichten wie folgt dar:
Der aktuelle Auszählungsstand
- Der Senat: Die Demokraten konnten sich bereits frühzeitig die erforderliche Anzahl an Sitzen für eine deutliche Mehrheit im Senat sichern (gemeldeter Stand: 54 Demokraten zu 44 Republikaner
- Das Repräsentantenhaus: Auch hier haben die Demokraten die Mehrheitsgrenze von 218 Sitzen überschritten und die Führung übernommen. Berichten zufolge kommen sie aktuell auf mindestens 252 bis 254 Sitze, während die Republikaner bei rund 161 bis 162 Sitzen liegen. Einige Sitze sind noch offen.
Reaktionen und Entwicklungen nach der Wahl
- Trumps Kehrtwende bei der Akzeptanz: Während Trump unmittelbar nach dem Wahltag zunächst ankündigte, das Ergebnis zu akzeptieren und eine persönliche Verantwortung ablehnte, zog er das Ergebnis kurz darauf wieder in Zweifel. Berichten zufolge soll er unter anderem eine Klage im Bundesstaat Alaska angeordnet haben, um die Bestätigung des dortigen Senatsrennens zu blockieren.
- Risse in der Republikanischen Partei: Nach dem Debakel gibt es deutliche Zeichen der Distanzierung von Donald Trump innerhalb der eigenen Reihen. So rückte unter anderem JD Vance via Social Media öffentlich von Trump ab und machte den von Trump begonnenen Irankrieg direkt für die Niederlage verantwortlich.
- Wichtige Einzelerfolge: Die Demokraten verbuchten historische Gewinne in traditionell republikanischen Hochburgen. So konnte sich beispielsweise der Demokrat James Talarico im Senatsrennen in Texas gegen den Republikaner Ken Paxton durchsetzen.